Berliner Großmarkt fit für die Zukunft machen

Die Händlerinnen und Händler am Großmarkt in der Beusselstraße wollen ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen und das Gelände in Erbbaupacht erwerben, um so die nötigen Investitionen zu tätigen. Soviel Eigeninitiative gehört belohnt, finden wir! Daher unterstützen wir die Bemühungen der Interessengemeinschaft im Abgeordnetenhaus und im Wirtschaftsausschuss.

Mehr als 100, auf dem Großmarktgelände ansässige Firmen, haben im Sommer 2017 die „Interessengemeinschaft Lebensmittel- und Frischecluster Berlin“ gegründet. In diesem Cluster sind erstmals Händler aller Frischeproduktbranchen, wie Blumen, Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Molkereiwaren, Obst und Gemüse vertreten. Gemeinsam möchten sie den Berliner Großmarkt und sein Gelände zukunftsfit machen. Es müssen in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen getätigt werden, um eine moderne Infrastruktur zu ermöglichen und die Gebäude energetisch umzurüsten. Mit der Gründung der Interessensgemeinschaft wollen die beteiligten Händler diese anspruchsvolle Aufgabe in Eigenverantwortung wahrnehmen.

Der Standort an der Beusselstraße ist von enormer Bedeutung, da durch kurze Transportwege und gute Autobahnanbindung die Straßen in und um Berlin entlastet werden. Zudem ist es klimaeffizienter, wenn weniger Leerfahrten unternommen werden und die Waren in kleineren Transportern direkt beim Kunden eintreffen. Das ist nicht nur in Hinblick auf den Umwelt- und Emissionsschutz wichtig, sondern unterstützt auch die vielen Kunden, bei denen es sich fast ausschließlich um kleine und mittlere Berliner Unternehmen handelt. Dies sind vor allem kleine Lebensmittelgeschäfte, Spätverkaufsstellen und Gastronomiebetriebe, die auf einen möglichst kurzen Lieferweg zum Berliner Großmarkt für Frischwaren angewiesen sind.

Die kleinen und mittleren Unternehmen, die sich in der „Interessensgemeinschaft Lebensmittel- und Frischecluster Berlin“ zusammengeschlossen haben, sind bereit, den Standort und seine Attraktivität mit wirtschaftlichem Verstand nachhaltig zu verbessern. Jedoch können sie als Mieter weder die erforderlichen Investitionskredite erhalten, noch können sie langfristig planen. Die bisherige Einlassung der „Berliner Großmarkt GmbH“, die bestehende Struktur nicht ändern zu wollen, würde eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft verbauen. Der Senat ist daher gefordert, auf eine konstruktive Haltung der landeseigenen Gesellschaft hinzuwirken. Der Standort des Berliner Großmarkts muss auch in Zukunft attraktiv bleiben.

Unseren vollständigen Antrag dazu finden Sie hier.