#Stauauflöser

Der geplante Bau einer Straßenbahnstrecke zwischen Alexanderplatz und Potsdamer Platz stellt einen schwerwiegenden Eingriff in die gesamte innerstädtische Verkehrs-Infrastruktur dar.

Der zur Realisierung der Straßenbahnverbindung notwendige Neubau der Mühlendammbrücke und der möglicherweise ebenfalls notwendige Neubau der Gertraudenbrücke sind millionenschwere Infrastrukturmaßnahmen, deren Verhältnismäßigkeit vorab sorgfältigst zu prüfen ist.

Der beschlossene, aber noch nicht endgültig im Detail geplante Umbau des Molkenmarktes ist gleichfalls eine wichtige Rahmenbedingung für die Planung der genannten Straßenbahnstrecke, ebenso wie die beabsichtigten Planungen für neue Radwege im Bereich der Hauptverkehrsstraßen im betroffenen Gebiet.

Ein Bau der Straßenbahnstrecke im Engpass der Leipziger Straße zwischen Charlottenstraße und Potsdamer Platz würde eine erhebliche Verengung des Verkehrsraumes zu Lasten des motorisierten Individualverkehrs, des Fahrradverkehrs und der dort verkehrenden Buslinien darstellen, der zu dauerhaften Stauproblemen und Konflikten in diesem Abschnitt der B1 führen würde, weshalb zumindest hier auch eine unterirdische Führung zu betrachten wäre, die auch in Verbindung mit dem bestehenden vorgehaltenen unterirdischen Bahnhof unter dem Potsdamer Platz sinnvoll erscheint.

Der Bau der Straßenbahn würde auch in der Bauphase zu einem jahrelangen Verkehrschaos auf der Bundesstraße 1 führen, sowie Anwohner, Gewerbetreibende und öffentliche Institutionen im Umfeld der dann zu umfahrenden Strecke sehr erheblich belasten. Dies gilt umso mehr, wenn auch noch die beiden Brücken (Mühlendammbrücke, Gertraudenbrücke) neu gebaut werden müssten. Auch in dieser Hinsicht sind genauere Untersuchungen der durch den Bau möglicherweise verursachten Probleme notwendig, um einen Verkehrskollaps über mehrere Jahre der Bauphase unbedingt zu vermeiden.

Unseren Antrag findet ihr HIER.