Ein Taxi für alle!

Wir wollen ein Taxi für alle! Die Rede ist von Inklusionstaxis, die allen Menschen die Chance auf Mobilitätsfreiheit und Selbstbestimmung geben. Der rot-rot-grüne Senat hat im Koalitionsvertrag 2016 angekündigt, für eine ausreichende Zahl an inklusiver Taxis zu sorgen und diese auch durch Senatsmittel zu finanzieren. Sogar die Mittel von 1,5 Millionen Euro stehen im Haushalt bereit und können jederzeit abgerufen werden.

Stand heute (Dezember 2018) fährt jedoch noch kein einziges Inklusionstaxi auf den Straßen der Hauptstadt. Mittlerweile heißt es in einem Bericht des Senats an den Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses: „Es kann jedoch noch nicht belastbar eingeschätzt werden, wann tatsächlich die ersten Inklusionstaxis als Ergebnis der Förderung umgesetzt/eingesetzt werden können.“

Aus diesem Grunde haben wir uns diesem Thema angenommen und mit Betroffenen gesprochen. Wir trafen uns mit Beate Ender und Evelyn Borchert, beide Frauen sind Mitglied im Berliner Fahrgastbeirat. Sie haben uns aus Ihrem Alltag erzählt und dabei die Schwierigkeiten geschildert, wenn Sie mit dem Rollstuhl unterwegs sind. Was für uns selbstverständlich ist, kann für diese beiden Frauen und andere Betroffene zu einem Problem werden. Mal auf die Schnelle ein Taxi bestellen, wenn man im Rollstuhl sitzt, funktioniert nicht. Denn einen Sonderfahrdienst können körperlich beeinträchtigte Menschen nur nach mehrtägiger Vorreservierung nutzen.

Deshalb fordern wir den Berliner Senat auf, endlich das „Taxi für alle“ auf den Weg zu bringen. Es kann nicht sein, dass diese Untätigkeit auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen wird.